Norwegische Waldkatzen

Kitten Ausbildung

 


Ausbildung einer sozialisierten
und
menschenbezogenen Norwegischen Waldkatze

 

Bei uns erhält jedes Katzenkind eine kleine Ausbildung. Was damit anfängt, dass es lernt auf das Katzenklo zu gehen, eigenständig zu fressen und Ja und Nein zu verstehen. Des Öfteren haben wir erlebt, wie Kitten aufgezogen werden, die die Hälfte des Tages alleine verbringen, möglicherweise in nur einem Raum und aufgezogen werden nach dem Motto „spielen ja untereinander“. Untereinander bedeutet dann aber auch ohne Menschen! Denken sie an ein kleines Wildschwein oder ein Rehkitz, es wird niemals freiwillig in ihre Arme laufen. Es sei denn, es kennt den Umgang mit Menschen und akzeptiert diese als Familien oder Rudelmitglied. Wie soll ein Katzenkind unter seinen Geschwistern lernen, dass es Beipielsweise eine Blume nicht fressen soll oder einen kleinen Gegenstand am Boden nicht verschlucken soll? Im Kittenalter ist alles interessant, solange man nicht gesagt bekommt, das darf für mich nicht interessant sein. Es gibt natürlich Mutterkatzen, die ihre Kitten zu Recht weisen aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Auch die Prägung auf einen Menschen kann nicht erfolgen, indem Kitten nur untereinander bleiben, denn wenn man dann als Mensch mit diesem einen Kitten spielen möchte, wird es verdutzt gucken und sich fragen, was für ein großes Wesen da auf einen zukommt. Flucht ist die Folge - Die Frage „Freund oder Feind“. Die Prägephase ist entscheidend für das ganze weitere Leben, schlechte Erlebnisse der Kindheit bleiben nicht nur bei Menschen in Erinnerung. Daher beschäftigen wir uns sehr mit unseren Kitten und auch den großen Katzen. Das Ziel ist es für uns aber auch für Sie eine kleine Katze zu übergeben die sozialisiert und ohne große Ängste aufgewachsen ist und wo gelernte Begriffe wie „Nein“ oder „Ja“ auch im neuen Zuhause verstanden werden.

Im laufe der Zeit hat man Unmengen an lustigem Spielzeug gesammelt.
Diese stellen einen wichtigen Teil der Kittenausbildung dar.
Hier ist für jedes Kitten was dabei.


 
Wir beschäftigen uns mit folgenden Ausbildungspunkten:
 

1. Sozialisierung in der Gruppe und mit Menschen, Kuscheln

2. Worte und Begriffe zuordnen können

3. Interessen und positive Eigenschaften der Kitten fördern
 
4. Intelligenz durch Spielverhalten fördern

5. Ängste vor Haushaltsgeräuschen oder anderem von Anfang an gar nicht erst aufkommen lassen.
 

 

1. Sozialisierung in der Gruppe und mit Menschen, Kuscheln

Wie verhalte ich mich als Kitten mit meinen Geschwistern, sollte ich meinem Geschwisterchen ins Ohr beißen und mir das angewöhnen wenn ich geärgert werde? Dann könnte ich das ja auch bei Menschen versuchen? Falsch! Ich habe Angst wenn mich die Menschen von oben herab anfassen, lerne ich es aber spielerisch, habe ich keine Angst mehr. Wenn ich die großen Menschen in meiner Nähe kenne und sie zu schätzen weiß, habe ich keine Angst mehr und laufe auch freudig auf sie zu. Wir kuscheln viel mit unseren Kitten, damit sie auch im neuen Zuhause gerne auf Menschen zugehen und kuscheln. Niemand möchte eine Katze die andauernd wegläuft oder kratzt.

2. Worte und Begriffe zuordnen können

 

Katzen nehmen Geräusche viel Lauter wahr als Menschen. In vielen Erzählungen heißt es, Katzen haben einen siebten Sinn. Das kann ich bestätigen! Nehmen wir als Beispiel unsere Ashanti. Aufgewachsen in einer sozialisierten Gruppe mit viel Menschenkontakt. Sie hat von Anfang an gelernt, dass Menschen Freunde sind und ist in der Lage verschieden Begriffe und Empfindungen zu verstehen! Darunter sind nicht nur die Worte „Ja“ oder „Nein“, die wir benutzen um den Kitten zu zeigen was richtig und was falsch ist. Die Betonung spielt dabei eine große Rolle! Zeigen sie das „Ja“ positiv ist und es sich lohnt dafür ein Leckerli zu bekommen. Zeigen sie bei „Nein“ das sich ihre Stimmlage verändert und sie das Kitten eventuell leicht in das Gesicht pusten, dass wird es genauso wenig mögen wie sie. Ashanti kennt bei uns immer mehr Begiffe wie „Komm“, „Da“, „Motte“, „Woa“, sämtliche Namen und weitere Begriffe. Sie hört aufmerksam zu und lernt Gegenstände mit Geräuschen und Worten zu verbinden. Genauso wie ihren Namen merkt sie sich auch andere Begriffe und ist dadurch in der Lage zu verstehen, was man ihr sagen möchte. Empfindungen spielen hier bei der Wortbetonung eine große Rolle! Schreien sie beispielsweise, empfindet sie es als unangenehm. Lachen sie, empfinde sie es als aufregend und reden sie ruhig schnurrt sie oder empfindet ein angenehmes Gefühl. Unsere Ashanti mag es nicht wenn geschrien wird und schreit dann mit und rennt dazwischen, sie hört wenn jemand weint und stöst ihren Kopf tröstend an die Hand und redet. Intensives Training fördert den Verstand des Kitten und wir legen für sie den Grundstein für ein verständnisvolles Miteinander.  Ich habe Ashanti Begriffe beigebracht, indem ich ihren Namen laut und deutlich zuerst genannt habe und danach das Wort mit drauf zeigen oder hinhalten des Gegenstandes verdeutlicht habe. Es ist erstaunlich, wie Klug eine Katze sein kann. Jedes mal, wenn man Begriffe nennt, versteht sie es. Ähnlich funktioniert es mit Klicker - Training. Kennen sie das Geräusch einer Hundemarke am Halfter? Das brauche ich nur einmal machen und alle rennen zur Gartentür. Es hat sich genauso eingeprägt. Den Kitten zeigen wir mit Worten wie Ja und Nein schon im frühen Alter was richtig oder falsch ist.
 

Bestrafe deine Katze niemals mit Schläge. Wir nehmen das Tier hoch, pusten einmal in das Gesicht und sagen das Wort „Nein“. Das mag die Katze genauso wenig wie Du und es hilft. Irgendwann ist der Lerneffekt da und du brauchst nur noch "Nein" sagen.

Es gibt Katzen, die wollen richtig gefordert werden. Es lohnt sich auch bei Katzen, wo das Potenzial da ist, mit dem Clickern anzufangen. Durch diesen Lerneffekt, habe ich es bei Virginia geschafft, dass sie auf bestimmte Spielzeuge besonders reagiert und Stunts im Garten mit mir übt. Bereits Carla bringt im Alter von 16 Wochen Bällchen zu mir und lernt sehr schnell. Eine Katze kann unglaublich intelligent sein!

3. Interessen und positive Eigenschaften der Kitten fördern

Wenn ein Kitten besonders an einer Sache interessiert ist, wie z.B der Kugel in dem Rondolee, setzen wir uns dazu und spielen mit, bauen neue Verstecke für die Kugel und fördern so die Intelligenz und nehmen die Langeweile. Zeigt ein Kitten großes Interesse an der Katzenangel kommt aber nie zum Zuge, da die anderen schneller oder größer sind, nehmen wir es für kurze Zeit zur Seite und beschäftigen uns nur mit dem kleinen in einem anderen Raum mit der Angel. In der Zwischenzeit können die anderen Geschwister mit einem anderen Familienmitglied spielen. Dadurch lernt das Kitten, dass es auch gefordert wird und sich nicht im Hintergrund still aufhält und traurig wirkt. Es traut sich mehr zu und geht aufgebaut zurück zu den anderen. Wenn Kitten da sind gibt es extra Spielstunden.


Virginia liebt es in enormen Tempo Stöcken oder Bambuswedeln
hinterher zu jagen und macht damit jedem Hund Konkurrenz!
 
4. Intelligenz durch Spielverhalten fördern
 

Wer nicht fragt bleibt dumm! Dumm nur, da die Kitten uns nicht fragen können aber Interesse zeigen! Du wirst merken, dass sich deine Katze für etwas besonders interessiert, dann förderst du die Intelligenz indem du dir Zeit nimmst und mit ihr immer wieder diese Sachen übst oder ein Leckerli versteckst. Wenn die Kitten älter werden, wollen sie mehr sehen, mehr lernen und mehr erfahren. Wir versuchen die Kitten so gut es geht zu fördern und erkennbare Intelligenz zu belohnen. Dadurch meinen wir jetzt nicht, bei jeder erkennbaren guten Tat ein Leckerli hinzuwerfen. Würden wir das machen, lernen die Kitten, alles was runter fällt auf den Boden, zu fressen. Zusätzlich ist es nicht gut die Katze zu überfüttern. Belohnung kann auch durch streicheln, bürsten und kuscheln erfolgen. Redet man liebevoll auf das Tier ein merkt es auch an der Stimmlage sehr viel.


Unser Crocodile Dundee & Dschungelbuch Wurf, mit 12 Wochen.


5. Ängste vor Haushaltsgeräuschen oder anderem von Anfang an gar nicht erst aufkommen lassen.

Wozu ist es sinnvoll Ängste wahr zu nehmen und zu bekämpfen, noch in der Prägephase?

 

Beispiel 1: 

Das Denken einer Katze anhand von schlechter Erfahrung:

Sie drücken die Haustürklingel, ein greller Ton ertönt. Für uns ganz normal, für eine Katze doppelt so laut und mit schlechter Erfahrung umso schlimmer. Jedes Mal wenn es geklingelt hat, kamen neue Besucher, ich wurde angefasst , mir wurde auf den Schwanz getreten, da waren Hunde, Geräusche, Gerüche und soviel fremde Menschen, da ergreife ich lieber die Flucht. Die Folge es klingelt wieder und die Katze läuft weg und versteckt sich so lange bis alle Leute weg sind. (Das Beispiel zeigt auch, warum Kittenbesucher nicht in Scharen kommen sollten) Es ist wichtig, dass ein Kitten nicht überfordert wird und langsam an Dinge heran gewöhnt wird.
 

Beispiel 2: 

Eine Katze ist aufdringlich möchte viel Aufmerksamkeit, schmust sich an ihre Beine. Leider gibt es auch Menschen die das nicht möchten und nach den Katzen treten. Die Folge ist, dass die Katze sich merkt, wenn ich schmuse werde ich getreten, dass tut weh und ich muss mich wehren. Bei unserer ersten Katze sah das wehren dann so aus, dass sie an die Beine des Menschen gesprungen ist mir Krallen und Bissen versucht hat sich zu verteidigen. Sie hatte es in ihrer Familie nicht gelernt und einen psychischen Schaden davon getragen.

 
Diese zwei Beispiele zeigen uns, dass es wichtig ist eine gute Kinderstube auch bei Katzenbabys zu haben. Haushaltsgeräusche erleben all unsere Kitten, da sie mitten in unserer Familie aufwachsen. Staubsauger, Mixer, Mikrowelle, Musik, Knistern und Wasser u.v.m kennen alle unsere Kitten. Was man kennt, davor hat man keine Angst und bringt für sie ein gelassenes und offenes Kitten hervor, dass gerne ihren Alltag erlebt. 
 

Unsere Katzen (Kitten noch nicht) lernen auch Schnee in der Badewanne kennen. Wenn man keinen Garten hat, kann man so ein wenig Abwechslung schaffen. Immer sehr spaßig für alle.

Langeweile bekämpfen und Intelligenz fördern:
 

 


Das Fummelbrett: Mit der Pfote Dinge heraus pulen.
Haakon hebt hier gleich das ganze Brett an, sodass alles raus fällt.
Clever der Mann

 

Einige unserer Ausbildungsspielzeuge für die Kitten:

- das Brett mit dem Ball

- die Kugelschlange mit und ohne Leuchtball
(für besonders Kugelverrückte Katzen)
 

- Bällchen, Quitschmäuse, Rappelbälle, echtfell Mäuse u.s.w

- Stinkekissen mit Baldrian o.ä
 

- Katzenangel groß und klein, Wedel

- Kuschelbär & Babyrassel, Quitschespielzeug vom Hund

- Flummi, Tischtennisball, Bälle in allen Variationen

- Verrücktes Wiesel mit Ball (inkl. Batterie)

- Rennmaus mit Batterie, Knisterrolle 




Wedel & Spielangeln in 1-2 Meter länge.

Durch lange Spielangeln kann man Kater sehr gut auspowern.
Hohe Sprünge und idealerweise Platz zum Laufen.
Kleine Pausen zwischendurch sind wichtig.

Gerne trainiere ich damit im Garten.
Der Grip der Wiese, die frische Luft und natürlich
der gesicherte Garten, sind dafür ideal.
Bei Kitten wird natürlich nicht im Garten trainiert
und die Spielzeuge müssen je nach Alter passend sein.

 
(c) of Natures Lake